Vor-Ort-Instandsetzung des Führungslagers einer Francis-Turbine
Fallstudie · WasserkraftLBM600
Francis 12 MW
Illustratives Bild

Fallstudie · Wasserkraft

Vor-Ort-Instandsetzung des Führungslagers einer Francis-Turbine

Wie ein Wasserkraftbetreiber den Sitz des Führungslagers einer 12-MW-Francis-Wasserturbine vor Ort mit dem LBM600 Dual System aufbaute und nachbohrte und die Einheit in zwei Tagen statt Wochen wieder ans Netz brachte.

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Kunde

Wasserkraftbetreiber — vertraulicher Kunde, Italien

Anlage

12-MW-Francis-Turbine, Laufwasserkraftwerk

Maschine

LBM600 Dual System, Maucotools

Ergebnis

Sitz Ø510 H7 instandgesetzt, ~45.000 € gespart

01 — Der Protagonist

Die 12-MW-Francis-Turbine

Vor dem Eingriff lohnt ein Blick auf die Einheit, an der wir gearbeitet haben. Die Francis-Turbine ist das Herz eines Hochdruckkraftwerks: Sie wandelt die Energie des Wassers mit über 90 % Wirkungsgrad in Leistung um, verlangt aber enge Toleranzen an den rotierenden Teilen.

12 MW

Nennleistung

Von der Einheit bei Volllast ins Netz eingespeiste Leistung.

220 m

Nettogefälle

Von der Turbine genutztes hydraulisches Gefälle.

6,2 m³/s

Nenndurchfluss

Vom Laufrad bei Volllast verarbeitetes Wasser.

9.500 kg

Laufradgewicht

Masse der rotierenden Baugruppe: aufwendige, teure Demontage.

02 — Die Herausforderung

Ein ovalisierter Sitz außerhalb der Toleranz

Nach Jahren im Betrieb war der Sitz des Führungslagers der Turbinenwelle ovalisiert und verschlissen und verursachte ungewöhnliche Vibrationen. Die Bohrung musste auf das Nennmaß H7 zurückgeführt werden, um das Lager wieder aufzunehmen — ohne den Turbinenkopf zu demontieren und zu transportieren, eine Arbeit von Wochen.

Ovalisierter Sitz

Durchmesser von Ø510,00 auf Ø512,40 mm gewachsen, mit 0,4 mm Ovalität.

Nicht transportierbares Bauteil

Der Sitz ist Teil des Turbinenkopfs: Der Ausbau hätte Kran, Schwertransport und wochenlangen Stillstand erfordert.

Strenge Toleranz

Gefordert waren eine H7-Passung und Konzentrizität zur Maschinenachse: kein Spielraum für Fehler.

LBM600 Dual System, vor Ort
DUAL SYSTEM

03 — Die Lösung

LBM600 Dual System, vor Ort

Für diesen Einsatz wählte der Kunde das LBM600 Dual System, die tragbare Bohrmaschine von Maucotools bis Ø600 mm, wegen ihrer Fähigkeit, den Sitz direkt an der Turbine per Schweißen aufzubauen und nachzubohren — in einer einzigen Aufspannung und ohne Demontage.

Der Dual-System-Vorteil

Dank der unabhängigen Module Rotation und Vorschub führte der Bediener sowohl den rotierenden Schweißauftrag als auch das anschließende Bohren ohne Umpositionieren der Maschine aus und hielt die perfekte Koaxialität zur Turbinenachse.

Arbeit in der Höhe und auf engem Raum

Die Maschine wurde auf engem Raum am Turbinenkopf montiert, wodurch die Demontage der rotierenden Baugruppe und der Transport des Bauteils entfielen.

04 — Das Verfahren

Der Eingriff Schritt für Schritt

01

Ausrichtung und Zentrierung

Die Bohrstange wurde mit dem Maucotools-Zentrierset zur Turbinenachse zentriert und ausgerichtet, um die Koaxialität des neuen Sitzes zu gewährleisten.

02

Vorbereitung des Sitzes

Ein erster Bohrgang entfernte die Ovalität und reinigte das verschlissene Material, wodurch eine gleichmäßige Oberfläche für den Auftrag entstand.

03

Rotierender Schweißauftrag

Mit dem Vorschubmodul allein und der Brennerhalterwelle trug die LBM600 das Zusatzmaterial gleichmäßig über den gesamten Sitz auf und baute den fehlenden Durchmesser wieder auf.

04

Endbohren auf Maß

Der Sitz wurde mit kontrollierten Schlichtgängen auf Ø510 H7 gebracht und erreichte die für das Lager erforderliche Oberflächengüte.

05

Prüfung und Montage

Maß- und Konzentrizitätsprüfung mit Messmitteln, anschließend Einbau des neuen Lagers und Wiederinbetriebnahme der Einheit.

05 — Die Ergebnisse

Zahlen, die für sich sprechen

Sitz instandgesetzt

Ø512,4 → 510,00 mm H7

Geometrie wiederhergestellt

Ovalität

< 0,02 mm

Konzentrizität wiederhergestellt

Anlagenstillstand

3 Wochen → 2 Tage

Einheit wieder am Netz

Durch die Arbeit vor Ort vermied der Kunde die Demontage und den Transport des Turbinenkopfs und brachte die Einheit in zwei statt drei Wochen wieder in Produktion. Zwischen vermiedener Erzeugungsverlust, Kranmiete und Schwertransport sparte der Eingriff mit dem LBM600 Dual System rund 45.000 € bei einem einzigen Stillstand.

Die Demontage des Turbinenkopfs hätte wochenlangen Stillstand bedeutet. Mit der LBM600 haben wir den Sitz direkt an der Welle aufgebaut und nachgebohrt, auf H7-Toleranz. Zwei Tage, und die Einheit war wieder am Netz.

Instandhaltungsleiter — Wasserkraftbetreiber (vertraulicher Kunde)

Einen teuren Stillstand vermeiden?

Erzählen Sie uns von Ihrem Einsatz: Unsere Techniker prüfen, ob das LBM600 Dual System Ihre großen Bohrungen direkt vor Ort instandsetzen kann.

LBM600 Datenblatt